Freitag, 13. Februar 2015

[Rezension] "GrauWacht" - Robert Corvus

 
Autor: Robert Corvus
Titel: GrauWacht  

Verlag: PIPER
Seiten: 432
Preis Print / E-Book: 12,99 € / 9,99


Hier gehts zur Leseprobe.


Eis, Kälte und Dunkelheit sind die ständigen Begleiter der Menschen auf Bisolas. Aufgrund eines uralten Paktes teilen sich zwei Spezies eine Welt: Den Menschen gehört die Nacht, der Tag und somit die Wärme gehört den amphibischen Sasseks. Der Tag ist für die Menschen ebenso tabu, wie die Nacht für die Sasseks. Die Welt von Bislos dreht sich extrem langsam und so dauert ein Tag-Nacht-Zyklus ein komplettes Menschenleben. Für die Menschen und die Sasseks heißt es aber, immer mit der Rotation der Welt zu ziehen, quasi der Nacht hinterher.
 
Die einzige Stelle, an der die beiden Spezies aufeinander treffen können ist die Dämmerung, wenn die Menschen aus Ihren Städten und Lagern (den sogenannten Refugien) abziehen und die Sasseks in diese Einzug halten. Damit es hier nicht zu Übergriffen kommt, stehen die Guardista der GrauWacht, Krieger mit besonderen Fähigkeiten, bereit. Einer dieser Guardista ist der abtrünnige Remon, der desertiert ist und sich ein Leben mit einer Familie aufgebaut hat. Sowohl bei den Menschen, wie auch bei den Sasseks gibt diejenigen, die "über Leichen gehen", um ihre Macht zu vergrößern; die sich hinter religiösem Fanatismus verstecken um zu herrschen.

Doch auf einmal ändert sich die Welt, denn ein seltsames und zugleich unheimliches blaues Licht erhellt die Nacht. Der Tag wird größer, während die Nacht "immer kleiner" wird. Dies ist sowohl für die Menschen, wie auch für die Sassek sehr beängstigend und jeder versucht sich nun den größten Vorteil aus der Situation zu ziehen. Jeder neidet dem anderen Dinge und Wissen und keiner hat mehr Vertrauen zu dem anderen. Plötzlich droht Krieg in der bislang klar strukturierten Welt. Und nur die Guardista der GrauWacht sind in der Lage noch für Frieden zu sorgen.

Remon und seine Frau Nata machen sich auf den Weg in den einzigen Ort auf Bisolas, an dem Menschen und Sasseks schon immer zusammenleben. An den Ort, wo die Dämmerung immer gegenwärtig ist: in die Metropole Sombalor am Nordpol. Denn nur dort kann die Welt gerettet werden.




Dem Autor Robert Corvus ist es in GrauWacht gelungen, eine Welt zu erschaffen, die so fremd unserer eigenen ist, dass ich nur applaudieren kann. Anfangs hatte ich einige Probleme in die Geschichte einzusteigen, da viele Begriffe neu waren und man diese erst einmal im Glossar nachschlagen musste. Je länger das Buch aber dauerte, desto mehr konnte man sich auf die Geschichte einlassen und mit den Protagonisten leiden.

Die Protagonisten, allen voran natürlich Remus und Nata vermitteln eine tiefe innere Verbundenheit, die den Wert einer Familie sehr hoch hebt, was mir gut gefällt. Auch die Sasseks, durch ihre amphibische Spezies zunächst einmal weniger sympatisch, gewinnt im im Laufe des Buches zunehmend an Sympathien.

Fazit:
Ein flüssig und gut zu lesendes Buch, welches mich am Ende (welches ich schneller erreicht hatte als gedacht) überrascht hat. Eine spannende und faszinierende Welt Bisolas und zwei hervorragend erarbeitete Spezies runden ein gutes Buch ab.


Unter folgendem Link erfahrt Ihr Details über den Autor Robert Corvus: www.robertcorvus.net

Kommentare:

  1. Huhu!
    Wow, das Buch klingt wirklich sehr spannend. Ich höre davon zum ersten Mal und frage mich, wie ich es bis jetzt nur verpassen konnte :o Steht jetzt direkt auf meiner WuLi
    Vielen Dank fürs Vorstellen!

    liebe Grüße,
    Emilie
    www.blaetterwind.blogspot.de

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    1. Es war auch wirklich gut. Das Buch ist noch ziemlich neu - ist erst im Januar erschienen. :-)

      Werde gleich mal bei dir vorbei schauen. :-)

      LG
      Der Lesefuchs

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  2. Hallo Jens,

    eine tolle Rezi und das Buch steht schon seit ich es in der Vorschauliste gesehen hatte auf der WuLi und jetzt umso mehr :) Danke und ein schönes WE

    Gruß, Uwe

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