Dienstag, 21. Juni 2016

[Rezension] "Götzenkinder" von Inca Vogt

Autorin:  Inca Vogt
Titel:      Götzenkinder

Verlag:    CreateSpace Independent Publishing Platform

Umfang:  460 Seiten

Preis Print / Ebook: 12,79 € (Taschenbuch) / 2,99 €

Hier geht's zur Leseprobe.
 



Zum Inhalt:
Im verschlafenen Ort Götzenheim bei Frankfurt entdecken Dorfbewohner grausam verstümmelte Frauenleichen. Der Killer hat ihnen brutal die Brustimplantate entfernt. Hauptverdächtiger ist der frischgebackene Bestsellerautor Adrian Brecht. Die Leichen gleichen den Opfern seines Thrillers Silikon Hunter in allen grausigen Details. Toni Amato interviewt den berüchtigten Autor und entdeckt bei ihren Nachforschungen mehr als eine Leiche im Keller seiner Heimatgemeinde Götzenheim. Der schöne Schein ist dabei so trügerisch wie die Machenschaften der ortsansässigen Beautyklinik Schönhausen. Weitere Mädchen verschwinden und für Toni und Chris Kante vom BKA beginnt ein Wettlauf mit der Zeit. Können sie das bedrohliche Schauspiel stoppen, bevor noch mehr Menschen wie Schachfiguren geopfert werden? Viel Zeit bleibt ihnen nicht!

Meine Meinung:
Götzenkinder ist das zweite Buch von Inca Vogt, welches ich im Rahmen einer tollen Blogtour lesen durfte. Es handelt, wie schon der erste Teil von Toni Amato, die wieder einmal investigativ unterwegs ist und dabei der Polizei, besonders aber Chris Kante hilfreich zur Seite steht.

Diesmal geht es nicht um Kindesmisshandlung o.ä., sondern um den heutigen Schönheitswahn. Wer hat ihn nicht, den Traum ewig jung zu bleiben (oder zumindest so auszusehen). Und dafür legen sich immer mehr Menschen unter das Messer. Ich wurde von dem Buch sehr gefesselt, fand ich es doch noch eine Spur "thrilliger" als "Gebrannte Kinder", den ersten Band von Inca Vogt.

Der Hauptverdächtige Adrian Brecht bleibt in dem ganzen Buch relativ wage und man erfährt nicht allzu viel über ihn. Ich muss sagen, dass ich ihn irgendwie nichtssagend fand - trotz seiner wichtigen Rolle in dem Buch. Dadurch war er auch der idealte Hauptverdächtige. :-)

Chris Kante und Toni Amato sind, wie schon im ersten Band, ein wunderbares Team und bereichern sich gegenseitig. Doch während Kante als Polizistin immer nach Vorschrift arbeitet und deshalb einiges an Zeit vergeht, nimmt Toni mal wieder die Sache selbst in die Hand und recherchiert auf eigene Faust - eine Hilfe, die sie in Gefahr bringt, aber auch sehr zur Lösung des Falles beiträgt. 


Die Spannung in Inca Vogts Werk hat mich sogar noch etwas mehr gepackt, als "Gebrannte Kinder". Die Art und Weise, wie die Autorin es schafft, verschiedene Handlungsstränge miteinander zu verweben, die scheinbar nichts miteinander zu tun haben, hat mir extrem gut gefallen. Immer wieder habe ich mitgerätselt, wer der Täter ist, wer sich verdächtig verhält oder wer auch nur im Entferntesten einen Grund hätte, die jungen Frauen zu verstümmeln. Neben den verschiedenen Sichten von Toni und Chris, bringt Inca Vogt auch die Sicht des Täters mit ein, was noch einmal ein anderes Licht auf die Geschehnisse geworfen hat. 

Schlussendlich wurde ich von einem grandiosen und auch überraschenden Finale eingeholt und alle meine vorherigen Überlegungen wurden über den Haufen geworfen!! :-)

Fazit:
Ein grandioses Werk, voller grausiger Augenblicke und einem Spannung, die einen mitnimmt, bis zum überraschenden Schluss!!! Ich vergebe 4,5 von 5 möglichen Sternen!!


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