Samstag, 20. Mai 2017

[Blogtour] "Noras Welten: Durch den Nimbus" von Madeleine Puljic



Hallo Ihr Lieben,


und willkommen zum zweiten Tag der Blogtour rund um das Buch "Noras Welten: Durch den Nimbus". Ich habe heute das Vergnügen, euch die wirklich sehr nette Autorin hinter dem Buch vorzustellen: Madeleine Puljic.

Gestern ihr das Buch ein wenig vorgestellt bekommen. Heute soll Madeleine doch einmal selbst zu Wort kommen.

Hier noch einmal unser Blogtour-Fahrplan:

Unser Blogtour-Fahrplan:

19.05. ~ Buchvorstellung ~ Wurm sucht Buch
20.05. ~ Autorinnen-Interview ~ Der Lesefuchs (ich)
21.05. ~ Exklusive Leseprobe ~ Lines Büchertraumwelt
22.05. ~ Interview mit dem Drachen ~ Mietzes Bücherecke

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Madeleine Puljic ist eine österreichische Buchautorin, die schon seit ihrer Jugend Kurzgeschichten im Bereich des Fantastischen, Seltsamen und Nachdenklichen schreib. Heute ist sie 31 Jahre alt und lebt in Wien, wo sie auch hauptberuflich als Grafikerin arbeitet.

Lange hat ihr Hobby, das Schreiben, brach gelegen, denn obwohl sie schon als Kind begonnen hat, ihre Ideen zu Papier zu bringen, hat es doch bis 2007 gedauert, bis sie ihre erste vollständige Kurzgeschichte schrieb - außerhalb des Schulalltags. Doch dann verließ sie erst einmal wieder die Muse. Erst duch die Teilnahme an einigen Kurzgeschichten-Wettbewerben, fand sie diese wieder und es dauerte nicht lange, bis ihre erste Veröffentlichung "Füllfederhalter des Grauens" entstand. 

Danach folgten drei ereignisreichen Jahren, bei der ihre Geschichten zweimal für den Jugendkulturpreis (2009 und 2010) ausgezeichnet wurden. Doch das sollten nicht die letzten Auszeichnungen bleiben. 2015 gewann sie den Fantasy-Kurzgeschichten-Wettbewerb des österreichischen Fantasyfestivals "Vindragona"!

Ich muss sagen, eine schon jetzt sehr bewegende Autorenhistorie und ich denke, wir können noch viele tolle Geschichten von ihr erwarten!! Viele weitere interessante Infos über Madeleine findet ihr auf ihrer Homepage.


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Heute war Madeleine so freundlich, dem Lesefuchs im Zuge der Blogtour ein paar Fragen zu beantworten und uns somit einen kleinen Eindruck in ihre Gefühle und Gedanken zu geben, über die sie in ihren Büchern so toll schreibt.



Hallo Madeleine,
vielen Dank erst einmal, dass Du Dich zu diesem Interview bereit erklärt hast. 


Zu Beginn würde ich es schön finden, wenn Du dich und dein Buch „Noras Welten – Durch den Nimbus“ kurz vorstellen würdest - um was geht es?



Hi. Ich bin Madeleine, 31 und aus Österreich. Ich schreibe Fantasy mit einer Prise Humor und Romantik, aber gerne auch Horror und Science Fiction.



„Durch den Nimbus“ ist der Auftakt zu meiner neuen Fantasy-Reihe. Darin geht es um Nora Winter, die unter ihrer Fähigkeit leidet, in Bücher zu fallen und die Geschichten dort zu erleben. Sie sucht Hilfe bei einem Hypnosetherapeuten, aber statt ihr Problem in den Griff zu bekommen, sitzen die beiden bald in einem Fantasy-Roman fest, den sie immer mehr auf den Kopf stellen, je mehr sie versuchen, alles wieder auf die Reihe zu bekommen.



Ich würde also sagen, es geht um Bücher, Drachen, Hypnose und darum, zu erkennen, was das Richtige ist.


Was war für Dich der Punkt, dass Du mit dem Schreiben begonnen hast?


Ich weiß nicht, ob es da einen Punkt gab … Vielleicht eher mehrere. Ich habe als Kind und später in der Schulzeit immer wieder Geschichten geschrieben oder begonnen, ohne sonderlich darüber nachzudenken. Es war einfach etwas, womit ich meine Mitschüler unterhalten habe. Erst Jahre später habe ich meine ersten Kurzgeschichten verfasst, das hat mich aber immer sehr viel Überwindung und Mühe gekostet – und auch konkrete Anlässe. Ich habe damals fast ausschließlich für Wettbewerbe geschrieben. Ich habe mich stark selbst zensiert und mit den Einreichfristen musste ich schreiben, ob ich nun wollte oder nicht. Ich habe mich also ein wenig selbst ausgetrickst.



Dann kam ein Wettbewerb, bei dem ich innerhalb von zwei Monaten entweder drei Geschichten oder einen Roman einreichen hätte können. Heute komme ich meinen Ideen mit dem Schreiben gar nicht mehr hinterher, aber damals war Inspiration ein wahnsinnig großes Problem bei mir – keine Idee schien mir gut genug. Aber einen groben Plan für einen Roman hatte ich in der Schublade. Das hat mir die Entscheidung abgenommen. Es waren zwei anstrengende Monate, und der Roman hatte danach natürlich noch immense Schwachstellen – aber seitdem schreibe ich auch lange Texte, und das mit wesentlich mehr Mut und Freude als früher. Aus diesem Roman wurde dann übrigens meine Science Fiction-Reihe „Darwin’s Failure“.


Schreibblockade, der Horror jedes Autors. Ist Dir im Laufe der Erstellung deines Werkens das schon einmal passiert und welches ist dein Mittel dagegen? Oder ging es dir ganz anders, dass du so viele Ideen im Kopf hattest, dass Du nicht wusstest, wo du anfangen sollst?


Früher habe ich verzweifelt nach guten Ideen gesucht. Inzwischen bin ich darauf getrimmt, sie einfach sprudeln zu lassen, und komme gar nicht mehr hinterher. Aber selbst mit der besten Idee und einem perfekten Plan, wie die Geschichte ablaufen soll, habe ich oft noch Schwierigkeiten damit, die Hürde des ersten Satzes zu überwinden.



In der Kunst gibt es den Begriff „horror vacui“, die Angst vor dem leeren Raum. Bei Bildern bezeichnet man damit das Bedürfnis, die Bildfläche bis auf den kleinsten Fleck anzufüllen. Ich empfinde oft eine andere Art von horror vacui: Das nackte Grauen vor einer leeren Seite, die es zu befüllen gilt. Aber Disziplin verstärkt durch eine Menge Schokolade helfen, dagegen anzugehen. Und sobald die ersten Zeilen getippt sind, läuft die Geschichte wieder von selbst.

Hast Du ein Vorbild unter den Autoren?


Oje. Ich glaube, jedes Mal, wenn ich über eine solche Frage nachdenke, wird meine Antwort anders lauten. Aber ich sage mal: Stephen King. Ein vielseitiger Mensch und Autor, der sich beharrlich jeden Tag mit Freude an den Schreibtisch setzt und Geschichten erzählt und dabei noch Zeit für Spaziergänge, Familie und Rockmusik findet. Absolut bewundernswert!


Könntest Du dir vorstellen, mit diesem Vorbild gemeinsam an einem Werk zu arbeiten?


Früher habe ich nie verstanden, wie man gemeinsam ein Buch schreiben kann, aber nach ein paar Jahren Schreiberfahrung kann ich nur sagen: JA! Absolut, es wäre mir eine unglaubliche Ehre.


Welches ist Dein persönliches Must-have-Buch?


„Die Schwarzen Juwelen“ von Anne Bishop. Diese Geschichte hat mich sehr berührt, die Welt darin ist unglaublich. Und ich glaube, es hat meine Entscheidung, romantische Fantasy zu schreiben, ein klitzekleinwenig beeinflusst.


Machst Du auch Lesungen zu deinem Buch – was wäre diesbezüglich Dein schlimmstes „Bühnenerlebnis“?


Ich habe bisher erst eine Handvoll Lesungen gehalten, mache das aber eigentlich sehr gerne und ich habe das Gefühl, es wird von mal zu mal besser. Die schlimmste Angst wäre natürlich, dass niemand kommt oder die Leute einfach zwischendurch aufstehen und gehen.



Ein Erlebnis kann ich aber teilen:



Bei einer Preisverleihung habe einmal eine Kurzgeschichte über einen geisteskranken Amokläufer vorgetragen. Erst während dem Lesen, als es im Raum immer stiller wurde, ist mir langsam gedämmert, dass ich einen Text lese, der Politik und Religion aufs Ärgste kritisiert – und das vor versammelten Lokalpolitikern. Als die Geschichte zu seinem bösen Ende kam und mir lauter schockierte Gesichter entgegengeblickt haben, wusste ich nicht, was ich tun soll, also habe ich zu Trick 17 gegriffen: Ich habe nett gelächelt und bin von der Bühne gegangen. Was mir von meinem Bruder den Kommentar eingebracht hat: „Du bist super, zuerst liest du sowas und dann grinst du nur blöd und haust ab!“ Tja, so kann’s gehen.


Was war der ausschlaggebende Punkt für "Noras Welten"? Was hat Dich dazu inspiriert?


Die Erkenntnis, wie automatisiert das Lesen abläuft. Egal wo man Text sieht, man liest ihn, ganz ohne es zu beabsichtigen. Das hat mich zu der Frage geführt, was wäre, wenn man nicht lesen DÜRFTE – und wie man es verhindern könnte. Entsprechend hat Nora in diversen Textentwürfen alle möglichen und unmöglichen Methoden ausprobiert. Einen Hypnosetherapeuten zu bitten, ihr die Fähigkeit zu Lesen zu nehmen, war dann doch die vernünftigste.


Noras Welten wird verfilmt und Du dürftest die Hauptrollen und die Titelmusik bestimmen. Verrate uns wer es sein wird?


Oooohhhhhh. Was Schauspieler angeht, bin ich leider ganz schlecht. Aber wenn John Williams komponieren würde, dann könnte rein gar nichts mehr schiefgehen!


Du darfst in ein Buch reisen und die Geschichte erleben, welches Buch würdest Du wählen?


Puh. Also da ich ein sehr feiger Mensch bin, würde ich mir wahrscheinlich einen Weltraum-Schmöker nehmen und mich ganz weit entfernt von der Handlung an einem Ausflug in fremde Galaxien erfreuen. Oder dem Zeitreisenden aus H.G. Wells’ Roman die Zeitmaschine klauen und damit andere Zeiten besuchen … Die Morlocks haben ihm doch ohnehin nicht gutgetan.


Würdest Du auch in einem anderen Genre schreiben? Wenn ja, welches wäre es?


Ich bin eigentlich sehr genreoffen. Woran ich mich bisher nie gewagt habe sind Thriller – dazu müsste ich viel strukturierter und vorausschauender schreiben. Ich gehöre zu der Sorte Mensch, die am Ende eines Krimis ganz überrascht ist, weil ich nie errate, wer der Täter ist … Das könnte beim Schreiben etwas hinderlich sein.


Was wolltest Du Deinen Lesern schon immer einmal sagen?


Ihr lest, damit macht ihr schon alles richtig. Jedes Genre und jede Stilrichtung ist wunderbar, probiert einfach so viel wie möglich aus und lasst euch nie nie nie von irgendjemandem erklären, dass das nicht die richtige Art von Büchern ist. Oder dass ihr zu viele Bücher habt. Man hat NIE zu viele Bücher (außer man muss sie schleppen).
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Einen großen Dank an Dich Madeleinen, dass du dich trotz aller kreativer Arbeit meinen nicht immer leichten Fragen gestellt hast. Wir hoffen, dass dir auch zukünftig die Ideen niemals ausgehen werden. Nun träume aber weiter und auf bald...  :-)

Liebe Grüße
Der Lesefuchs




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******* GEWINNSPIEL *******


Gewinnt ein Überraschungspaket von Madeleine Puljic 
mit vielen tollen Goodies und Überraschungen zu ihrem Buch
"Noras Welten: Durch den Nimbus"!!



Was musst Du tun?
  • Um in den Lostopf für das Überraschungspaket zu hüpfen, hinterlasst einfach einen Kommentar zu folgender Frage unter diesem Beitrag: 
    "
    Science fiction oder Fantasy - was ist euer bevorzugtes Genre und vor allem: WARUM!!??"



Natürlich gibt es auch ein paar Regeln: 
  • Ihr müsst entweder 18 Jahre alt sein oder eine Einverständniserklärung eurer Eltern/Sorgeberechtigten besitzen
  • Der Versand der Gewinne erfolgt nur innerhalb Deutschlands, Österreichs und der  Schweiz, wobei der Rechtsweg hier ausgeschlossen ist
  • Keine Haftung für den Postversand
  • Eine Barauszahlung des Gewinns ist nicht möglich
  • Als Teilnehmer erklärt ihr euch einverstanden, dass die Adresse an die Autorin/an den Autor oder an den Verlag im Gewinnfall übersendet werden darf und ihr als Gewinner öffentlich genannt werden dürft
  • Jede teilnahmeberechtigte Person darf einmal pro Tag an dem Gewinnspiel teilnehmen. Mehrfachbewerbungen durch verschiedene Vornamen, Nachnamen, Emailadressen oder einem Pseudonym sind unzulässig und werden bei der Auslosung ausgeschlossen. 
  • Das Gewinnspiel wird von Facebook nicht unterstützt und steht in keiner Verbindung zu Facebook.
  • Das Gewinnspiel endet am 23.5.2017 um 23.59 Uhr.

ICH DRÜCKE EUCH ALLEN DIE DAUMEN!!

Kommentare:

  1. Ein sehr schöner Blogbeitrag! Total interessant. Hm....science fiction oder fantasy?
    Ich denke lieber Fantasy. Wenn ich so an die Bücher denke, die ich hier Zuhause stehen habe, ist es definitiv Fantasy. Man kann dem Alltag entfliehen und einfach alles ist möglich. Ich liebe es. Eine tolle Abwechslung zu Thriller und Romance.

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  2. Auf jeden Fall Fantasy weil ich einfach die übernatürlichen, märchenhaften und magischen Elemente Liebe und dies einfach meine Lesewüsche erfüllen und mich damit immer glücklich machen auch wenn die Geschichten nicht immer sich vielleicht so gut lesen lassen!
    :-)

    VLG an dich lieber Jens, Jenny :-)

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  3. Bei mir ist es Fantasy ich liebe es in die Verschiedene Welten ein zu Tauchen :) Toller Beitrag :)

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  4. Die unendliche Welt der Fantasy ist mir lieber. Da kann man immer so toll abschalten und seinen Träumen freien Lauf lassen :-)

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  5. Silvia Scherer21. Mai 2017 um 10:41

    Ganz klar Fantasy, da träumt es sich am besten. Toller Beitrag.
    LG Silvia

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  6. Ein sehr schönes Interview und tolle Antworten!!
    Ich mag am liebsten Fantasy. Einfach weil ich es mag zu träumen, in die Bücher einzutauchen und etwas zu erleben dass in meinem Leben nie möglich wäre. Und weil ich gerne an magie glaube <3
    Liebe Grüße
    Samira

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  7. Guten Tag,
    Danke für dieses wunderbare Interview.

    Mein Genre ist definitiv: Fantasy
    Ich liebe es in phantastische Welten einzutauchen mit einem Hauch von Magie und Mystik.

    Liebe Grüße
    Tina

    (FB: Tina Seelenherz)

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