Montag, 21. August 2017

[Rezension] "Der Augenjäger" - Sebastian Fitzek

Autor:     Sebastian Fitzek
Titel:       Der Augenjäger

Verlag:     Verlagsgruppe Droemer Knaur
Umfang:   432 Seiten

Preis Print / Ebook: 9,99 € (Taschenbuch) / 9,99 €


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Zum Inhalt:
Dr. Suker ist einer der besten Augenchirurgen der Welt. Und Psychopath. Tagsüber führt er die kompliziertesten Operationen am menschlichen Auge durch. Nachts widmet er sich besonderen Patientinnen: Frauen, denen er im wahrsten Sinne des Wortes die Augen öffnet. Denn bevor er sie vergewaltigt, entfernt er ihnen sorgfältig die Augenlider. Bisher haben alle Opfer kurz danach Selbstmord begangen.
Aus Mangel an Zeugen und Beweisen bittet die Polizei Alina Gregoriev um Mithilfe. Die blinde Physiotherapeutin, die seit dem Fall des Augensammlers als Medium gilt, soll Hinweise auf Sukers nächste „Patientin“ geben. Zögernd lässt sich Alina darauf ein - und wird von dieser Sekunde an in einen Strudel aus Wahn und Gewalt gerissen ...


Meine Meinung:
Die Fortsetzung nach "Der Augensammler" folgte nun "Der Augenjäger" von Sebastian Fitzek! Auch in diesem Band treffen wir wieder auf die bekannten Protagonisten Alexander Zorbach und Alina Gregoriev. Doch auch ein neuer Charakter wird eingebracht: Zarin Suker. Der Band spielt nicht lange nach den Geschehnissen um den Augensammler und macht, aufgrund der Tatsache, dass die Protagonisten die gleichen sind, Sinn, erst "Der Augensammler" zu lesen und sich dann mit diesem Band zu vergnügen. Man kennt die Protagonisten bereits und weiß um ihre Erlebnisse aus der Vergangenheit.

Alexander Zorbachs Sohn ist nach Ende des ersten Bandes verschwunden und Zorbach versucht alles, ihn wohlbehalten wieder zu finden und aus den Fingern des skrupellosen Verbrechers zu befreien, der ihn in seiner Gewalt hält. Er ist sehr emotional getrieben und handelt wie ein Vater, der in Sorge um seinen Sohn ist. Das macht ihn in der Situation sehr authentisch und man fühlt mit ihm mit. Deshalb sind seine Handlungen auch nicht immer nachvollziehbar.

Auch die zweite Protagonistin, die blinde Alina Gregoriev ist uns aus Band 1 bestens bekannt. Man merkt, dass sich Sebatian Fitzek sehr intensiv mit dieser Person auseinander gesetzt hat und sich intensiv damit beschäftigt hat, wie es ist, blind zu sein. Sie soll wieder die Polizei unterstützen, einen Verbrecher zu fangen. Den Alltag meistert sie, mit ihrem treu begleitenden Hund TomTom (wie das Navi) sehr gut. Jedoch stecken auch ihr noch die Erlebnisse mit dem Augensammler in den Knochen und sie ist alles andere als begeistert. 

Auch die im weiteren Verlauf auftauchenden Charaktere, allen voran Zarin Suker sind sehr stark dargestellt und man fühlt sich, als würde man die Charaktere schon sehr lange kennen. Jeder hat seine Stärken und Schwächen und doch strömen sie alle eine Gefühl aus, dass es leicht macht, sich in sie hinein zu versetzen.

Das Tempo ist wieder sehr hoch und wie schon in "Der Augensammler" ist nichts so, wie es scheint. Sebastian Fitzek hat die Geschichte in verschiedene Handlungsstränge aufgeteilt, die sich immer mehr ineinander verweben, bis sie am Ende zu einem packenden und vor allem geschlossenen Ende zusammen kommen. Cliffhanger sind hier keine zu erwarten. Die Kapitel sind recht kurz gehalten, so dass man immer "up to date" ist und nicht das Gefühl hat, in einem anderen Handlungsstrang etwas zu verpassen.

Fazit:
"Der Augenjäger" ist die spannende Fortsetzung des "Augensammlers", kann jedoch auch losgelöst davon gelesen werden. Spannung pur, tolle Dialoge und ein emotionales Feuerwerk haben mich mitgerissen und haben einen Blick in die (teilweise krankhafte) Psyche der Menschen offenbart. Ich wurde bestens unterhalten und vergebe 5 von 5 möglichen Sternen!!


Kommentare:

  1. Hey,

    danke dir für die Rezension. Das Buch wandert direkt auf meine Wunschliste. Bei Fitzek ist es ja leider etwas schwieriger ein gutes Buch zu finden... :(
    Hab einen tollen Tag.

    Ganz lieben Gruß
    Steffi von angeltearz liest

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  2. Huhu Jens,
    der "Augensammler" baut auf den "Augenjäger" auf, wenn ich mich recht erinnere. Mir waren die medizinischen Ausführungen zu langatmig. Irgendwie ist Fitzek kein Autor für mich.
    LieGrü
    Elena

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