Dienstag, 15. August 2017

[Rezension] "Die Star Trek Physik" - Metin Tolan

Autor:       Metin Tolan
Titel:         Die Star Trek Physik

Verlag:       Piper Verlag
Umfang:     352 Seiten

Preis Print / Ebook:  20,00 € (gebunden) / 15,99  €


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Zum Inhalt:
Wie genau nehmen es die Macher von »Star Trek« eigentlich mit Physik und Technik? Erstaunlich genau! Schließlich rechnet Spock in Windeseile aus, dass genau 1.771.551 puschelige Tribbles in den Laderaum der Enterprise passen. Und es wird auch nicht einfach nur »Gas« gegeben, wenn die Enterprise zu ihren Reisen aufbricht – nein, sie reist mit »Warp-Antrieb«. Könnte sich das berühmteste Raumschiff der Filmgeschichte tatsächlich in der Nähe des Sterns Sigma Draconis befinden, und müssen wir uns vor dunkler Materie wirklich fürchten? In bewährter wie unterhaltsamer Manier analysiert Metin Tolan anhand vieler Filmszenen alle Mechanismen und Zahlen, mit denen die Sternenflotte zu tun hat – und kommt zu galaktischen Erkenntnissen. Faszinierend!


Meine Meinung:
Die USS Enterprise fliegt seit nunmehr 50 Jahren durch die Galaxien und besucht fremde Planeten. Doch wie realistisch sind die Reisen und Abenteuer der Enterprise eigentlich wirklich? Ist das, was wir im Fernsehen, in Büchern und in vielen anderen mehr denn physikalisch überhaupt möglich? Funktioniert Beamen und wie schnell ist sie eigentlich?? Diese Fragen haben mich als bekennenden Star Trek Fan natürlich brennend interessiert und so stürzte ich mich in ein etwas anderes Sachbuch.

Der Autor Metin Tolan, ein Professor für Experimentelle Physik ander TU Dortmund hat in paar der Fakten betrachtet und dabei Realität und Fiktion recht schnell auseinander bringen können. Aber er wagt auch einen Blick in die Zukunft und beleuchtet das eine oder andere Phänomen, ob sich dieses evtl. in der näheren Zukunft umsetzen ließe (auch wenn es heute noch nicht möglich ist).

Dabei greift er auf grundsätzliche Erkenntnisse zurück z.B. die Gravitationsphysik von Newton oder Einsteins Relativitätstheorie. Dabei beleuchtet er nicht nur die Möglichkeiten eines Warp-Antriebes und wie dieser theoretisch funktionieren könnte, sondern erläutert auch, dass sich Wissenschaftler und Physiker schon seit vielen Jahren mit dieser Thematik befasst sind. Doch bis es so etwas wie einen Warp-Antrieb geben kann, vergehen sicherlich noch einige Jahrhunderte.

Immer wieder greift Tolan beispielhafte Unterhaltungen oder Begegnungen zwischen Crew-Mitgliedern der Enterprise auf (basierend auf den TV-Serien) um einzelne Theman anzusprechen und auf deren Wahrheitsgehalt zu überprüfen. Das ist spannend und zeigt, dass sich die Macher der Enterprise sehr viel Zeit investiert haben, um auch wissenschaftlich haltbare Aussagen in die Serie einzubauen. Natürlich wird das eine oder andere dabei ein wenig übertrieben, aber letztlich ist die Physik ständig dabei und liefert sich ein Duell mit der Fiktion. 

Fazit:
Ein etwas anderes Sachbuch, was es mir geholfen hat, ein paar Interessen für die Physik zu wecken, die vorher nicht einmal im Ansatz vorhanden waren. Toll geschrieben und erläutert - auch für Laien. Aber auch für die Profis gibt es Abschnitte (extra gekennzeichnet), die noch deutlich tiefer in die Materie einsteigen und das Buch zu etwas besonderem machen.


1 Kommentar:

  1. Hallo Jens,

    vielen Dank dafür das Du einfach immer tolle Worte findest, schau mal ich habe mich zu etwas hinreißen lassen und dich getagt *sorry, traf nur meine Herzblogger*
    http://buchreisender.de/mystery-blogger-award/

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